Warum bieten wir ausschließlich faire Kleidung aus BIO-Baumwolle an?

Warum bieten wir ausschließlich faire Kleidung aus BIO-Baumwolle an?

Wie Du schon sicher mitbekommen hast, bieten wir ausschließlich faire Kleidung aus BIO-Baumwolle an. Aber was sind unsere Beweggründe dafür?

Warum bieten wir dir keine „normalen“ T-Shirts für 5 € das Stück an?
Warum sind wir als Unternehmen bereit dazu, deutlich höhere Einkaufspreise zu bezahlen?

Die Antwort: Unsere Mitmenschen und unsere Erde liegen uns zu sehr am Herzen!

1. Der Baumwoll-Anbau hat großen Einfluss auf unsere Umwelt

Grundsätzlich ist die Baumwoll-Pflanze anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Aus diesem Grund wird die Baumwoll-Pflanze, mehr als jedes andere landwirtschaftliche Produkt mit Pflanzengiften und Pestiziden behandelt.

Hinzu kommt, dass die Baumwoll-Pflanze durstig wie ein Kamel ist.

Um 1 kg Baumwolle herzustellen, werden in etwa 11.000 Liter Wasser benötigt. Das würde in etwa einer Jeans und einem T-Shirt entsprechen. Hierzu muss ehrlicherweise gesagt werden, dass die verschiedensten Zahlen im Internet kursieren (7.000-29.000 Liter).

Fakt ist aber, dass die (nicht Bio) Baumwoll-Pflanze viel mehr Wasser als eine Bio-Baumwoll-Pflanze benötigt (mehr dazu im nächsten Punkt).

 

2. Bio-Baumwolle benötigt deutlich weniger Wasser

Der Wasserbedarf einer Bio-Baumwoll-Plantage ist im Vergleich zu einer herkömmlichen Baumwoll-Plantage deutlich geringer!

Die Gründe hierfür sind:
- Die Äcker-Böden enthalten mehr organische Substanz (durch wechselndes, angebautes Pflanzengut auf gleichem Acker)
- Dickere Humusschichten (natürlicher Pflanzendünger) auf den Äckern, dadurch kann mehr Wasser gespeichert werden
- Häufig wird auf Bio-Plantagen Regenwasser aufgefangen, was den Wasserverbrauch gegenüber konventioneller Produktion um ca. 90% reduziert
- Um chemische Pflanzenschutzmittel aller Art herzustellen werden enorme Wassermengen benötigt

 

3. Baumwoll-Pflanzen sind meist genmanipuliert

Bio-Baumwolle darf aktuell, aufgrund gesetzlicher Regularien nicht genmanipuliert sein, herkömmliche jedoch schon.

Beispielsweise um sie resistent gegen bestimme Schädling und/oder Pestizide zu machen. Ungefähr 75% der weltweit angebauten Baumwoll-Pflanzen sind genmanipuliert, in Indien sind es sogar über 90% (die %-Angaben variieren stark).

Ob genmanipulierte Pflanzen den Ertrag wirklich erhöhen ist umstritten. Wir sind uns aber sicher, dass wir Menschen nicht immer in die Natur eingreifen sollten. Die Natur hat sich tausende von Jahren evolutionär weiterentwickelt und stetig verbessert. Genmanipulierte Pflanzen sind nur schwer kontrollierbar und machen die Bauern abhängig von Saatgut- und Pestizidhersteller.

 4. Bio-Baumwolle kommt ohne chemische Pestizide aus

Im Bio-Anbau sind chemisch-synthetische Dünger- und Pflanzenschutzmittel verboten.
Wie in Punkt 1 schon erwähnt, wird die „herkömmliche“ Baumwoll-Pflanze überdurchschnittlich oft mit Pflanzenschutzmitteln aller Art behandelt.


Auf ca. 2,5% der weltweiten genutzten Agrarflächen wird Baumwolle angebaut, jedoch ist der Baumwoll-Anbau für ca. 15% des weltweiten Pestizid-Einsatzes verantwortlich.
Hinzukommt, dass bei Weiterverarbeitung der Baumwolle z.B. um den derzeit modernen „used look“ zu kreieren nochmals Gesundheit- und umweltschädliche Chemikalien verwendet werden (müssen).

Bio-Baumwolle hingegen ist bekannt für ihre Weichheit und Hautfreundlichkeit, daher ist sie auch für Allergiker oder Menschen mit empfindlicher Haut bestens geeignet.

5. In fast allen Textilien steckt Baumwolle

Etwa die Hälfte aller Textilien weltweit bestehen aus Baumwolle. Das ist schon einmal als positiv zu deuten, denn Baumwolle ist zu 100% biologisch abbaubar.


Dadurch dass Baumwolle in so großen Massen benötigt wird, erachten wir es als sehr sinnvoll, die umweltfreundlichere „Alternative“ bzw. Bio-Baumwolle anstelle „normaler Baumwolle“ anzubauen.


Stellt man sich nur einmal vor, wie viele Millionen Liter Trinkwasser, Pestizide und Chemikalien eingespart werden könnten, wenn weltweit 10% der angebauten Baumwolle, Bio-Baumwolle wäre…. (aktuell ist 1% der angebauten Baumwolle Bio-Baumwolle)


6. Baumwolle wird in ärmeren Ländern angebaut

Baumwolle wird zum größten Teil in warmen Ländern wie Indien, China, den USA sowie in vielen armen Ländern Afrikas angebaut.

Der Baumwollanbau ist für viele Kleinbauer die Lebensgrundlage. Sie leben in armen Verhältnissen und verdienen pro Woche ein paar wenige Euro. Es ist auch keine Seltenheit, dass die herkömmliche Baumwolle von Kindern, unter Menschenunwürdigen Bedingungen geerntet werden muss.

Dazu sagen wir nur: „quit the shit and save the world!“


Aus diesem Grund arbeiten wir ausschließlich mit Unternehmen zusammen, die beispielsweise durch die non Profit Stiftung „Fair Wear Foundation“ zertifiziert worden sind.

Des Weiteren wird Bio-Baumwolle meist von Kleinbauern angebaut, was zur Folge hat, dass automatisch weniger Groß-Konzerne beim Kauf von Bio-Baumwoll-Produkten unterstützt werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass BIO-Baumwolle natürlich gedüngt wird, d.h. der Kleinbauer kommt nicht mit gesundheitsgefährdenden Spritzmittel in Kontakt. Stattdessen bringen sie Mist und Kompost auf ihre Felder. Das erhöht ihre Lebensqualität und Lebensdauer enorm!


7. Nachteile der BIO-Baumwolle

 


Die BIO-Baumwolle braucht ihre Zeit,
bis sie mit Gelassenheit,
zur absoluten Schönheit gedeiht!
 
In dieser Hinsicht sind wir kompromissbereit,
und ignorieren daher die längere Wartezeit.
  
Denn zu sehr haben wir unseren Planeten in der Vergangenheit,
aus reiner Bequemlichkeit,
mit einer enormen Geschwindigkeit,
zerstört. 
maforêt '19

 


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