Hanf der Wunderkunststoff

Hanf der Wunderkunststoff

Hanf – Eine der ältesten Nutzpflanze der Welt

Hanf oder wie es die Chinesen kurz „Ma“ (麻) nennen, wurde in China schon vor 10.000 Jahren verwendet. Ob in der Medizin (z.B. bei Spastik, Epilepsie, Asthma…), Industrie (z.B. Papierindustrie, Bio-Energie, Automobilindustrie) oder als Genussmittel. Die Einsatzgebiete dieser Nutzpflanze sind extrem vielseitig.

In diesem Artikel soll es um den Einsatz in der Industrie gehen - genauer gesagt in der „Kunststoff-Industrie“.

Hanf als Kunststoff-Ersatz? Haben die Gründer von maforêt zu viel geraucht? Nein, haben sie nicht!

 

Das Hanf-Auto

Die Idee Hanf als Treibstoff und Kunststoff zu verwenden existiert schon länger. Henry Ford (Gründer von der „Ford Motor Company“) hat bereits im Jahre 1941 ein Auto vorgestellt, dass nicht „nur“ mit Hanföl bzw. Ethanol betrieben werden konnte, sondern auch die Karosserie bestand aus nachhaltigen, nachwachsenden Rohstoffen (Flachs, Weizen, Hanf und Holzmasse). Dadurch konnten 500 kg Gewicht eingespart werden. Zu dem damaligen Zeitpunkt war dies eine Gewichtseinsparung von 2/3 der Karosserie.

Vermutlich war dieses enorme Potenzial, das im Werkstoff Hanf steckt, der amerikanischen Stahl und Ölindustrie ein großer Dorn im Auge, weshalb der Hanf-Anbau 1937 durch die „Marihuana Tax Act“ verboten worden ist.

Hanf – Der ultimative Kunststoff-Ersatz

Der Durchschnitts-Deutsche produziert jährlich ca. 25 kg Plastik-Verpackungsmüll. Betrachtet man den gesamt angefallenen Plastikmüll sind es sogar 120 kg pro Person. Eine PET Flasche zerfällt erst nach 450 Jahren, also genug Zeit um einen riesigen Berg von schwer recycelbarem Müll anzuhäufen.

Die Hanffaser hat die höchste Festigkeit aller Naturfasern und ist zudem stark Wasserabweisend. Ein weiterer Vorteil von Hanfkunststoffen ist die Energieeinsparung bei der Produktion. Um Hanfkunststoffe herzustellen wird nur ein Bruchteil der Energie benötigt, die für synthetische Kunststoffe aufzuwenden ist. Leider sind einige der heutigen Hanf-Kunststoff-Produkte noch mit synthetischen Bestandteilen versehen. Das Ziel sollte jedoch sein, einen Kunststoff zu entwickeln, der auf Basis einer nachwachsenden-reinen, biologisch abbaubaren Substanz besteht. Dieser „Müll“ könnte dann mithilfe von Biogas-Anlagen sogar in elektrische Energie umgewandelt werden. Wäre das nicht wundervoll? 

Fazit

Ob die Verpackung der Zukunft aus Hanf, Mais, Weizen oder Kartoffeln hergestellt wird ist zweitrangig.

Wir sind der Meinung, dass es keine Rolle spielt, aus welchem Rohstoff die Verpackung der Zukunft hergestellt wird, ob nun aus Hanf, Mais, Kartoffeln oder Weizen.

Wichtig ist jedoch, dass Verpackungen nicht nur biologisch abbaubar sind (das sind alle Verpackungen nach einer gewissen Zeit), sondern auch, dass die Verpackungen auf Basis nachwachsender Rohstoffe hergestellt werden, keine chemischen und umweltschädlichen Substanzen erhalten und im Idealfall in nur wenigen Wochen 100% kompostierbar sind!

In diesem Sinne: quit the shit and save the world! 


1 Kommentar

  • Kai

    Sehr schöner Beitrag. Die Story mit dem Hanf-Auto kannte ich noch nicht.

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